Vom Fingernägelkauen sind nach Schätzungen von Experten rund 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen und 10 Prozent der Erwachsenen betroffen. Dennoch gilt das Nägelkauen in der Psychologie immer noch als Randerscheinung und ist bislang nur wenig erforscht.
Psychologen bezeichnen das Nägelkauen als Leerlaufhandlung, eine Angewohnheit, die bei verschiedensten Anlässen auftreten kann und eine gewisse Befriedigung und Entlastung mit sich bringt. Nägelkauen ist immer ein Begleitsymptom, eine Reaktion auf Stress und Überforderung. Hinter dem Nägelkauen ist nicht sofort eine schwere seelische Störung zu vermuten.